Das Gesellschaftszimmer ist wie das Vorzimmer mit einem als "Indienne" bezeichneten mit Modeln bedruckten und bemalten Leinen- oder Baumwollstoff bespannt.

 

Die Vorliebe für alles Chinesisch-Exotische bzw. für das, was das 18. Jahrhundert darunter verstand, ist hier wie in fast allen offiziellen Räumen des Hauses sichtbar,

zum Beispiel im in Stuck eingerahmten Deckengemälde in monochromen Blautönen, zwei Chinesen darstellend,   

oder auch im Kabinettschrank, der ein Import aus China sein könnte.

Im Verlaufe des 18. Jahrhunderts wurden solche Lackmöbel allerdings ebenso in den Niederlanden oder andernorts gefertigt.

 

Stühle, Sessel und Sofa sind lindgrün gefasst, teilvergoldet und mit einem roten Seidendamast bezogen.

 

Die Blumen nebst Korb auf dem kleinen Konsoltisch neben dem Sofa sind aus Fayence.

 

Dekorationen mit Schnittblumen, wie wir sie heute kennen, gab es im 18. Jahrhundert nicht,

da sie als Vanitassymbole an Vergänglichkeit und Tod gemahnten.

 

So verwendete man an Stelle von frischen Blumen Papier- oder Seidenblumen, solche aus Fayence oder dem besonders kostspieligen Porzellan.

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